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Nachbetrachtung

Denkanstöße zum Thema „zu Hause sein“

Theda Ahlrichs fesselt Zuhörer mit der Frage „Wor bün ik to Hus?“

„Wor bün ik to Hus?“ Unter dieser Thematik referierte Theda Ahlrichs aus Wiesmoor-Mullberg vor zahlreich erschienenen Mitgliedern des Landfrauenvereins und der SoVD-Ortsgruppe Dunum-Brill im Hayungshof in Dunum.

Mit der Frage „Wie oft bist du in deinem Leben bisher  umgezogen?“ überraschte die Referentin gleich zu Beginn die interessierten Zuhörer. Während die einen von Geburt an zu Hause waren, andere dagegen bis zu zehnmal in eine neue Wohnung umgezogen sind und so ein anderes Zuhause fanden. „Zuhause“, so die Referentin, „ist das gebaute Haus oder Wohnung in einer Umgebung, wo ich mich auskenne.“ Knapp 50 Millionen Menschen haben keine feste Bleibe, sind vertrieben und auf der Flucht. Sorgen und Ängste begleiten diese Menschen. Für sie ist es schwierig, Wurzeln zu schlagen. „Wie gut, wenn nicht nur die Haustür, sondern auch unsere Herzenstür für den Anderen offen steht und wir Zeit füreinander finden“, so Ahlrichs. Für das Wort mit dem Nachbarn ist die Sprache ein ganz wichtiger Faktor. „Unser Lebenshaus, welches bei unserer Mutter anfängt, und wonach wir uns alle so sehr sehnen, ist anders geworden, ist im Wandel. Doris bet’n wat van Padd afkommen“, erklärte Theda Ahlrichs. „Hier heißt es gegen zu steuern, das ,Miteinander’ und ,Füreinander’ zu pflegen. Wenn ich im Glauben mit den biblischen Geschichten vertraut bin, kann das wesentlich für ein Zuhause, wo jemand auf mich wartet, wo ich Fehler machen darf, wo ich Raum zum Träumen habe, wo einer mir Trost zuteil kommen lässt, wo ich Wurzeln schlagen kann, wo ich ohne Maske herumlaufen kann und wo ich ganz einfach leben kann, beitragen.“ Viele Werte seien im Laufe der Zeit verloren gegangen. Nachbarschaften funktionierten längst nicht mehr so wie einst und sogar der Sonntag sei in Gefahr. Ein Vortrag, der großen Anklang fand und viele Denkanstöße lieferte. Der SoVD Dunum-Brill weist noch darauf hin, dass für die siebentägige Fahrt in das Zillertal (Österreich) noch Plätze frei sind. Infos unter Telefon 04947 / 717.

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